Andreas Vitásek; Foto von Valerie Loudon

Andreas Vitásek im Gespräch über den Qualtinger und dem Herrn Karl, über Systemrelevanz, Pandemie und Verschwörungstheorien.

Podcast Interview mit Andreas Vitásek


"Na, jössasna!, da hast aber was, na, bumm!", waren nur einige Reaktionen darauf, als Andreas Vitásek Leuten erzählt hat, er überlege sich, den Herrn Karl aufzuführen. Wie man dem Qualtinger entkommen kann, erzählt der Kabarettist und Schauspieler im Vorfeld zur Premiere von "Der Herr Karl" ab 20. Oktober 2020 im Wiener Rabenhoftheater. Andreas Vitásek bringt eine zwar texttreue, aber ansonsten gänzlich neue Fassung dieses knapp einstündigen zwischen Kabarett und Theaterstück angesiedelten Monologs auf die Bühne, einer Art Basis-Erziehung in Sachen Demokratie, 1961 von Helmut Qualtinger und Carl Merz geschrieben. In Österreich sorgte das Drama nach der Erstaufführung für heftige Kontroversen, da es einerseits die österreichische Seele sorgsam wie mit dem Seziermesser bloßlegt und andererseits durchaus im Bezug zur These von der "Banalität des Bösen", wie sie Hannah Arendt aufgestellt hat, steht. Vom Herrn Karl ausgehend sprechen wir aber auch über den Karrierebeginn und Karriereverlauf von Andreas Vitásek und wir biegen auch ein in große Themenfelder wie Pandemie, Verschwörungstheorien und nicht zuletzt, wie sehr systemrelevant Kultur ist. //

Text, Interview und Podcast-Produktion: Manfred Horak
Fotos: Valerie Loudon

Andreas Vitásek, Foto Valerie LoudonAndreas Vitásek als Der Herr Karl; Foto: Valerie Loudon

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