So hört man heute Radio! Eine Bestandsaufnahme von Manfred Horak.
335.000 Suchergebnisse werden aufgelistet, wenn man über Google den Begriff „Ethno Music“ eingibt. Dass an prominenter zweiter Stelle Emap.FM steht verwundert längst nicht mehr, weil sich der in Wien von Emil H. Lubej konzipierte Internetradiosender längst immer mehr zu einer Plattform für Sendereihen entwickelt.
Zu einer Plattform die freilich nicht in Österreich Halt macht; Emap.FM ist der mit Abstand weltweit am häufigsten gehörte mehrsprachige Internetradiosender in Sachen Ethno Musik. Bedeutsam z.B. auch für Madagaskar, denn für die Madegassen entwickelte sich Emap.FM zunehmend zum bedeutendsten Radiosender dank den wöchentlichen Sendungen „Fandaharana Baobab“, „Echoes“ und „Zooma Capricorne“, aber auch aufgrund der Übertragungen wie „Vienna meets Madagascar @ ars electronica“ sowie der Kooperation mit dem deutschen Kulturinstitut und der UNESCO Madagascar.
Ethnomusikologisch besonders wertvoll
Die Welt kommt zu Gehör mit Sendungen u.a. aus Ozeanien, Korea, Frankreich, Jamaica, natürlich auch aus Österreich, und gehört wird Emap.FM tatsächlich weltweit. Gehört wird nachweislich in Österreich, USA, Japan, Kanada, Deutschland, Niederlande, Schweiz, Frankreich, Madagaskar und in etlichen anderen Ländern.
Aber nicht nur die internationale HörerInnenreichweite ist imposant, sondern vor allem natürlich auch der Inhalt. Ganze Festivals wie das Akkordeonfestival, Balkan Fever, KlezMORE Festival, Salam.Islam, Jeunesse Festival Orient und deren mehr bis hin zu Einzelkonzerten im Ethno Musik-Bereich von Attwenger bis Dubliners, vom Boban Markovic Orkestar bis Regis Gizavo sind auf Emap.FM zu hören. Ein fixer Stützpunkt für Emap.FM ist übrigens das Tunnel. Dort werden seit letztem Jahr sämtliche Konzerte aufgenommen. Lubej: „In den letzten drei Jahren haben wir insgesamt rund 650 zum überwiegenden Teil einstündige Sendungen produziert und gesendet. Zusätzlich befinden sich an die 160 Konzerte im Archiv. Für einen Ausbau bräuchte man allerdings weitere Helfer und das wiederum benötigt Geld.“
Danke für so viel Cultura*
Wer Live-Konzertübertragungen bzw. generell Live-Sendungen verpasst braucht sich nicht zu grämen, weil, dies ist ja ein großer Vorteil vom Internet, sämtliche Sendungen ins Archiv wandern. Von dort aus kann jede Sendung zeitlich unbegrenzt abgehört werden. Eingespeist werden die Live-Übertragungen über einen Laptop, der mit dem Mischpult und zusätzlichen Raummikrofonen verbunden ist. Von dort kommt die gute Musik über einen Wandler in den Rechner und von da, schwupp, ins Netz. Die Datenmenge ist dabei eine geringe. Für eine Stunde Sendezeit benötigt Emap.FM nur ca. 15 MB für ein 56k Modem. Die entbündelte Leitung des Providers (Silver Server) bietet zudem für Emap.FM eine fast 100%ige Sicherheit, sodass rund um die Uhr zugegriffen werden kann ohne böse Abstürze befürchten zu müssen. Was – bewusst aus urheberrechtlichen Gründen – jedoch nie funktioniert ist Sendungen herunterzuladen, einen Download machen. Unter www.Emap.FM kann man zwischen zwei Kanälen wählen, da aber praktischerweise unbegrenzt Kanäle vorhanden sind, gibt es auch bereits Sub-Sender von Emap.FM, wie z.B. „Radio Claudia K.“ (in Kooperation mit Kulturwoche.at) und das „Kunstpiste Radio“ (in Kooperation mit derStandard.at).
Kurzum: So hört man heute Radio! (Manfred Horak)
*(Feedback aus dem Forum derStandard.at)